Ausbildung Heilerziehungspflege

Als Heilerziehungspflegerin oder Heilerziehungspfleger übernehmen Sie Verantwortung für Menschen mit unterschiedlichsten Einschränkungen. Sie ermöglichen ihnen die Teilhabe an vielen Lebensbereichen, die ihnen sonst verschlossen blieben und sind damit täglich und unmittelbar „Anwältin bzw. Anwalt der Menschenrechte“.

Arbeitsbereiche

Vielfältig sind die Arbeitsbereiche, in denen Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger tätig sein können. Im Rahmen der therapeutischen, pflegerischen und pädagogischen Arbeit mit Menschen und deren Angehörigen finden Sie Ihr Tätigkeitsfeld z.B. in Wohn- und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, in Förderschulen, in integrativen und heilpädagogischen Kindertagesstätten, in Rehabilitationseinrichtungen oder auch in Privathaushalten.

Voraussetzungen

Sie verbinden Offenheit und Einfühlungsvermögen mit Freude an kreativen Tätigkeiten wie Musik, Bewegung und Gestaltung? Dazu kommt, dass Sie sich für Gesundheit und Pflege interessieren und all das gerne in den Dienst hilfs- und schutzbedürftiger Menschen stellen möchten? Dann bringen Sie schon einen Großteil der Voraussetzungen mit. Außerdem benötigen Sie:

  • Abschluss der Fachoberschule Gesundheit und Soziales; bei Abschluss abweichender Fachrichtung oder allgemeiner Hochschulreife zusätzlich eine einschlägige sozialpädagogische Tätigkeit von mindestens sechs Wochen
  • einen Realschulabschluss und eine mindestens 2-jährige förderliche (z.B. Sozialassistenz) abgeschlossene Berufsausbildung* oder
  • eine mindestens 2-jährige abgeschlossene Berufsausbildung und eine nachgewiesene, einschlägige sozialpädagogische, heilerziehungspflegerische oder pflegerische Tätigkeit in einem Umfeld der Heilerziehungspflege (z.B. Praktikum) von mindestens sechs Wochen oder
  • eine 7-jährige einschlägige Berufstätigkeit in Vollzeit (FSJ, BFD und Zivildienst werden angerechnet, wenn dabei eine für die Arbeit der Sozialpädagogik förderliche Tätigkeit geleistet wurde)

*Eine Übersicht der förderlichen Berufe finden Sie in diesem Link.

Berufsbegleitende Ausbildung

Um eine berufsbegleitende Ausbildung antreten zu können, benötigen wir von jedem bzw. jeder Interessierten den Nachweis über ein Anstellungsverhältnis in einer Einrichtung der Behindertenhilfe, welches mindestens über die Dauer der schulischen Ausbildung geht. Die Suche nach einem geeigneten Arbeitgeber liegt in Ihrer eigenen Verantwortung, aber bei unseren Info- & Bewerbertagen oder zum Tag der offenen Tür stehen unsere Fachdozentinnen und Fachdozenten Ihnen gern für Fragen und mit Tipps zur Verfügung.

Das DRK Bildungswerk Sachsen bildet nicht nur Fachkräfte für den verbandsinternen Bedarf aus. Sie können auch nach Praxispartnern außerhalb des Deutschen Roten Kreuzes suchen

Ausbildungsinhalte

Ganzheitlichkeit ist ein wichtiger Punkt bei der Betreuung von Menschen mit Beeinträchtigungen. In der Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin und zum Heilerziehungspfleger bedeutet das u.a.:

  • Vermittlung von Haltung & Kompetenzen, mit denen Sie Menschen mit Behinderung befähigen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen
  • Fachwissen in den Bereichen Pflege, Förderung und Strukturierung des Lebens für Menschen mit besonderen Bedürfnissen in jeder Altersgruppe
  • Vertiefte Kenntnisse in Allgemeinbildung, Ausbildung und Methoden
  • Theoretischer und fachpraktischer Unterricht im DRK Bildungswerk
  • Mehrere Praktika in verschiedenen Tätigkeitsfeldern und von unterschiedlicher Länge
  • Innovative Lernbegleitung durch Exkursionen, Projektwochen, Online-Module und
  • Kooperationen mit Einrichtungen der Behindertenhilfe des DRK und der Lebenshilfe Dresden

Karriere

Mit einem erfolgreichen Abschluss in der Heilerziehungspflege haben Sie viele Möglichkeiten, z. B.:

  • Fortbildung zur Praxisanleiterin bzw. zum Praxisanleiter (PAL)
  • einjährige, verkürzte Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher
  • ein Studium, bspw. Elementar- und Hortpädagogik an der EHS in Dresden

Ausbildung in Dresden

Ansprechpartnerin

Jette Hamann
Verwaltung
Standort Dresden

Tel: 0351 43339-46
j.hamann(at)drksachsen(dot)de

Dauer und Schulgeld

Die Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin oder zum Heilerziehungspfleger in Vollzeit dauert 3 Jahre, die berufsbegleitende Ausbildung absolvieren Sie in 4 Jahren. Der Beginn ist immer am 1. August eines Jahres.

Die Ausbildung in der Heilerziehungspflege ist schulgeldfrei.

Bewerbung

Bitte bewerben Sie sich mit folgenden Unterlagen per Post oder digital direkt hier bei uns:

  • Tabellarischer Lebenslauf mit Datum, Unterschrift, Kontaktdaten inkl. E-Mail-Adresse, Foto (wünschenswert)
  • Beglaubigte Kopie Schulabschluss und beglaubigte Kopie Berufsabschluss
  • Ärztliche Bescheinigung über die gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufes
  • Einverständniserklärung der Eltern zum Erlernen des Berufes bei Schülerinnen und Schülern unter 18 Jahren
  • Erweitertes Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde nach § 30 a BZRG (auf Grundlage der Bescheinigung des Bildungswerkes, im Nachgang vorzulegen)

Ausbildungsförderung

Es besteht die Möglichkeit, per Schüler-BAföG oder Aufstiegs-BAföG Unterstützung zu erhalten.

Eine Angestellte des Bildungswerkes beantwortet die Fragen von zwei Interessierten.

Lernen Sie uns vor Ort kennen!

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Das Gebäude des DRK Zentrums Sachsen ist zu sehen.

Hier stellen wir den Hauptsitz der DRK Bildungswerk Sachsen gGmbH am Campus Dresden vor.

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Mehrere Euro-Scheine liegen auf einem Tisch.

Entdecken Sie hier Fördermöglichkeiten für unsere Auszubildenden.

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